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Stimmen der Opfer am Ort der Täter
Projektschultage mit Video-Zeugnissen von Überlebenden des Holocaust an der Topographie des Terrors
Projektarbeit mit Video-Interviews
(Quelle: CeDiS / FUB)
Am Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin werden für die Topographie des Terrors fünf Seminare entwickelt, in denen lebensgeschichtliche Video-Interviews aus dem Visual History Archive der USC Shoah Foundation. The Institute for Visual History and Education und aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ als zentrale Quellen genutzt werden.
Während dieser Projektschultage (PST) werden Täterquellen mit Erinnerungen von Überlebenden konfrontiert. Ziel ist ein quellenkritisches historisches Lernen, bei dem die Jugendlichen die Unterschiedlichkeit der Perspektiven von Tätern, Opfern und Zuschauern erfassen und zueinander ins Verhältnis setzen.
Creglingen im März 1933: Erinnerungen an ein frühes Pogrom
Das Creglinger Pogrom kann als Beginn der Shoah verstanden werden. Die Jugendlichen rekonstruieren als „Ermittlungsteams“ die Haltungen nichtjüdischer Täter und Augenzeugen anhand von polizeilichen Vernehmungsprotokollen von 1933 sowie die Perspektiven jüdischer Betroffener aus aktuellen lebensgeschichtlichen Video-Interviews. In einer virtuellen Ausstellung präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse und reflektieren deren Bedeutung für ihre Gegenwart.
(ab 09.11.2011)
Zeugen im Frankfurter Auschwitz-Prozess
Am Beispiel des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963-65) erarbeiten sich die Jugendlichen historisches Wissen über Auschwitz, seine juristische Aufarbeitung nach 1945 und die aktive Rolle von Überlebenden als Zeugen. Anhand von Prozessaussagen (Audio-Quellen) und lebensgeschichtlichen Video-Interviews werden die Jugendlichen nachträglich zu Prozessbeobachtern und präsentieren ihre Ergebnisse abschließend als Radiofeature.
(ab 01.12.2012)
Weitere Projekttage
Weitere Projekttage zu folgenden Themen werden im Laufe des Jahres 2013 angeboten, können aber bereits jetzt "vorgemerkt" werden:
- Warschauer Ghetto (Arbeitstitel; PST in Entwicklung)
- Täterschaft in Erzählungen von Überlebenden des Frauen-KZ Ravensbrück (Arbeitstitel; PST in Entwicklung)
- Der Gestapo-Haft entronnen (Arbeitstitel; PST in Entwicklung)
Informationen
Die Seminare in Berlin sind in der Regel für die Jahrgangsstufe 10 und die Sek II geeignet. Sie beziehen Teile der Ausstellung in der Topographie des Terrors mit ein und beanspruchen in der Regel fünf Zeitstunden. Der Start der Reihe erfolgt anlässlich des 9. November 2011. Sie können sich für dieses Seminar mit Ihrer Klasse/ Ihrem Kurs anmelden. Bitte schicken Sie dafür eine E-mail-Anfrage an vha@cedis.fu-berlin.de.
Wenn Sie nicht nach Berlin kommen können, empfehlen wir für Projekttage in Ihrer Schule die Lernsoftware der Bildungsmaterialien "Zeitzeugen-Interviews für den Unterricht".
Kontakt
Dorothee Wein, Freie Universität Berlin, Tel:+49-(0)30-83852053; vha@cedis.fu-berlin.de (zur Zeit in Elternzeit)
Bernd Koerte-Braun, Freie Universität Berlin, Tel:+49-(0)30-83852069; vha@cedis.fu-berlin.de
Buchung
Online über die Webseite der Topographie des Terrors
News
Fortführung des Projekts „Zwangsarbeit 1939 - 1945“
Die Freie Universität Berlin, das Deutsche Historische Museum Berlin und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Projekt „Zwangsarbeit 1939 - 1945“ fort.
Neue Zeitzeugen-App
Mit den Erinnerungen von Zeitzeugen unterwegs zu Orten der Zwangsarbeit in Berlin - das ermöglicht die Smartphone-App der Berliner Geschichtswerkstatt.
In Memoriam Peter Haber
Der Experte für Digital History ist am 28. April 2013 nach langer Krankheit verstorben. Wir erinnern an Peter Haber mit einem im Oktober 2012 geführten Interview.
