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Kooperationsprojekt mit Kreuzberger Gesamtschule
13.01.2009
Bei der Entwicklung der Bildungsmaterialien des digitalen Interview-Archivs "Zwangsarbeit 1939 - 1945" kooperiert die Freie Universität Berlin mit der Berliner Hector-Peterson-Oberschule (HPO). Eine 10. Klasse diskutiert einen biografischen Kurzfilm über die Verfolgung und Sklavenarbeit eines deutschen Sinto.
Die Bildungsarbeit des Projekts „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ will das Thema NS-Zwangsarbeit in den Geschichtsunterricht einbringen und zur Nutzung der Interviews im Online-Archiv anregen. Biografische Kurzfilme und Unterrichtsmaterialien als Print und DVD werden die Bearbeitung der Zeitzeugen-Erinnerungen im regulären Geschichtsunterricht, bei Projekttagen und Gedenkstättenbesuchen erleichtern. Bei der Konzeption dieser Bildungsmaterialien werden Expertinnen und Experten der Geschichtsdidaktik, der außerschulischen Bildung sowie Lehrkräfte verschiedener Berliner Schulen beratend einbezogen.
Als erster Praxistest arbeitet im Januar 2009 eine 10. Klasse der Hector-Peterson-Oberschule mit einem biografischen Kurzfilm, der aufgrund eines Interviews in der Sammlung erstellt wurde. Reinhard F., ein deutscher Sinto, schildert in diesem Interview seine allmähliche Entrechtung bis hin zur Sklavenarbeit in Mauthausen und Auschwitz. In lebendiger Weise beschreibt er auch das Verhalten deutscher Jugendlicher damals und seine Schwierigkeiten mit der Zeugenschaft heute. In einer mehrstündigen Unterrichtsreihe erarbeiten sich die Kreuzberger Schülerinnen und Schüler anhand dieser Biografie Themen wie „Zigeuner“-Verfolgung, Hitlerjugend, Zwangsarbeit und Konzentrationslager. Die Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis werden in die weitere Entwicklung der Bildungsmaterialien aufgenommen.
News
27. Januar
Elf junge Erwachsene sahen in der "Topographie des Terrors" Spuren des Täter-Orts Gestapo-Zentrale und hörten Erinnerungen aus dem Zeitzeugen-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945".
Neuer Projektschultag zum Auschwitz-Prozess
In dem neuen Angebot der Reihe „Stimmen der Opfer am Ort der Täter“ forschen Jugendliche an der „Topographie des Terrors“ über Zeugen und Täter im Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-65).
Zeugenschaft und NS-Prozesse
Am 15. Dezember 1961 endete der Jerusalemer Eichmann-Prozess. Der Auschwitz-Überlebende Yehuda B. berichtet über seine Erfahrungen als Zeuge im Prozess gegen Adolf Eichmann.
