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Kooperationsprojekt mit Babelsberger Filmgymnasium
15.10.2009
Bei der Entwicklung der Bildungsmaterialien des digitalen Interview-Archivs "Zwangsarbeit 1939 - 1945" kooperiert die Freie Universität Berlin mit dem Babelsberger Filmgymnasium in Potsdam (BFG). In einer Projektwoche arbeiteten die 11. und 13. Klassen mit biografischen Kurzfilmen zur NS-Zwangsarbeit.
Die Bildungsarbeit des Projekts „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ will das Thema NS-Zwangsarbeit in den Geschichtsunterricht einbringen und zur Nutzung der Interviews im Online-Archiv anregen. Biografische Kurzfilme und eine Lern-DVD werden die Bearbeitung der Zeitzeugen-Erinnerungen im regulären Geschichtsunterricht, bei Projekttagen und Gedenkstättenbesuchen erleichtern. Die Konzeption dieser Bildungsmaterialien stützt sich auf geschichtsdidaktische Beratung und konkrete Praxistests in der Schule.
Am 12./13. Oktober 2009 arbeiteten Schülerinnen und Schüler der 11. und 13. Klasse des Babelsberger Filmgymnasiums mit drei bereits fertiggestellten biografischen Kurzfilmen: Reinhard F., schildert seine Verfolgung und Sklavenarbeit als deutscher Sinto, Helena B.-Sz., eine deutsch-jüdische Polin, berichtet über ihr Leben in KZ und Emigration, Claudio S. erzählt von Zwangsarbeit und Verweigerung eines italienischen Militärinternierten.
Während der zwei Projekttage bearbeiteten Kleingruppen Arbeitsvorschläge und erstellten eigenständige biografische und/oder thematische Präsentationen mit Hilfe der Filme und Zusatzmaterialien. Unter der Anleitung des Geschichtslehrers Dr. Peter Schweinhardt und seiner Kollegen erarbeiteten sich die Potsdamer Schülerinnen und Schüler ein Verständnis der vielfältigen Geschichte der NS-Zwangsarbeit und Kompetenzen im Umgang mit audiovisuellen biografischen Quellen und deren Präsentation.
Die Erfahrungen aus den Projekttagen gehen in die weitere Entwicklung der Bildungsmaterialien ein.
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