Janina Halina G., polnische Zwangsarbeiterin für die AEG
Janina Halina G. aus Łódź wurde 1943 zur Zwangsarbeit für die AEG in Hennigsdorf bei Berlin geschickt.
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Ausschnitt aus dem Video-Interview mit Janina Halina G., 2005: Janina Halina G. beschreibt ihren Transport und ihre Ankunft bei der AEG in Hennigsdorf bei Berlin. Untertitelte Sequenz aus der PC-Station im Deutschen Historischen Museum (2:04 Minuten).
Biografie
geboren 1926 in Łódź, wächst mit ihrer jüngeren Schwester in einem wohlbehüteten Elternhaus im Armenviertel Bałuty auf
1939 Überfall der Deutschen, Ende der Schulausbildung.
Februar 1940 Bałuty wird zum Ghettogelände erklärt. Janina Halina G.s Eltern müssen Wohnung und Lebensmittelgeschäft räumen
Ab 1941 Die 15-Jährige muss als Strickerin für eine deutsche Wirkerei in Łódź arbeiten
1943 vom Arbeitsamt der Besatzungsverwaltung zum Elektrokonzern AEG auf einen "technischen Lehrgang“ nach Berlin geschickt. Bis Kriegsende Zwangsarbeit als angelernte Dreherin für die AEG in Hennigsdorf bei Berlin
Unterbringung zunächst in einem Gasthof in Papenberge, später in einem Barackenlager in Hennigsdorf
Anfang 1945 kurzzeitig in Polizeihaft
Nach der Befreiung durch die Rote Armee Rückkehr nach Łódź
Abitur und Studium der Ökonomie
Arbeit in der technischen Abteilung eines Betriebes für Erdölprodukte und in einem Büro für Außenhandel
1987 Mitgründerin und engagierte Vertreterin des polnischen Verbands ehemaliger Zwangsarbeiter
Nicht verheiratet, lebt seit dem Tod ihrer Eltern allein
Interview-Daten:
polnischsprachiges Video-Interview
am 16.06.2005 und 29.08.2005 in Łódź durch Ewa Czerwiakowski, Kamera: Stanisław Ścieszko
Interview-Dauer 2:50 Stunden und 1:19 Stunden
Transkript und Übersetzung durch Ewa Czerwiakowski