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Sinaida Iwanowna B., "Ostarbeiterin" in Berlin und Hessen
Sinaida Iwanowna B. aus der Ukraine wurde als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt, wo sie in Haushalt und Rüstungsindustrie arbeiten musste.
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Ausschnitt aus dem Video-Interview mit Sinaida I. B., 2005: Sinaida Iwanowna B. spricht über ihre Erinnerungen, über Hunger und Einsamkeit (4:45 Minuten).
Biografie
- 1914 in Belgorod (Russland) geboren, Vater Bahnbeamter, Mutter Hausfrau, zwei Geschwister
- 1916 Umzug der Familie nach Charkow
- 1922 Schule
- 1932 Studium an der chemisch-technologischen Hochschule Charkow
- 1938 Arbeit als Ingenieurin bei „Giprokoks“, Charkow
- 1941 Oktober: Besetzung Charkows
- 1942 Verschleppung nach Berlin, Arbeit bei der Kosmetik-Firma „Schwarzkopf", danach als Dienstmädchen bei einer baltendeutschen Familie
- 1943 Nach Luftangriffen mit der Familie nach Hessen, Arbeit in einer Bäckerei
- Sommer 1944 Arbeit in der Munitionsfabrik WASAG bei Allendorf/Hessen, Unterbringung in einem „Russenlager“
- April 1945 Flucht in den Wald, Befreiung durch US-Truppen
- Juni 1945 Transport in die Sowjetische Besatzungszone, Filtrierlager bei Magdeburg
- Oktober 1945: Rückkehr in die Sowjetunion, Wiedereinstellung bei „Giprokoks“
- 1978 Rente
- 1984 Heirat
- 2004 Tod des Mannes
- Mitglied der NS-Opfer-Vereinigung Charkows
Aus dem Interview mit Sinaida B. ist ein biografischer Kurzfilm (Dauer 25 Minuten) für die Bildungsarbeit erstellt worden.
Interview-Daten:
- Russischsprachiges Video-Interview
- am 19.12.2005 in Charkiw durch Gelinada Grinchenko und Irina Rebrova
- Interview-Dauer 3 Stunden
- Transkript und Übersetzung durch Lina Majewskaja
- Teilsammlung "Ukraine – Universität Charkiw"
