Zwangsarbeit 1939-1945


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Home » Zwangsarbeit » Ereignisse und Themen » 22. Juni 1941



22. Juni 1941: Deutscher Überfall auf die Sowjetunion

Zwei Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge berichten davon, wie sie den 22. Juni 1941 und die Folgen des deutschen Überfalls erlebten.

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion bedeutete für die sowjetischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“ den Beginn von Gewalt, Besatzungsherrschaft und Zwangsarbeit. Viele können sich noch genau an diesen Morgen erinnern.

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22. Juni 1941: Überfall auf die Sowjetunion. Ausschnitte aus den Video-Interviews mit den sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern Taissa T., Alexandra G. und Iossif A., Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", Dauer 8:46 Minuten, Schnitt: Alexandra Neumann, Tobias Kilgus, © Freie Universität Berlin 2011

22. Juni 1941: Überfall auf die Sowjetunion

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion begann für Moskau völlig überraschend am frühen Morgen des 22. Juni 1941. Auf breiter Front fiel die Wehrmacht mit knapp 3 Millionen Soldaten ins Land ein. Damit begann das nationalsozialistische Deutschland einen rassistischen Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung: Massenerschießungen waren an der Tagesordnung; Millionen sowjetischer Kriegsgefangener starben im Gewahrsam der Wehrmacht. Die Zivilbevölkerung wurde systematisch ausgeplündert.

Neben Rohstoffen suchten die Besatzer vor allem Arbeit als Beute: Rund 2,1 Millionen Menschen aus der Sowjetunion wurden als "Ostarbeiter" nach Deutschland verschleppt. Sie mussten dort das diskriminierende Abzeichen OST auf der Kleidung tragen und litten mehr als andere Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter Hunger, Kälte und Schlägen.

Nach der Befreiung wurden die ehemaligen "Ostarbeiter" häufig der Kollaboration mit den Deutschen verdächtigt. In "Filtrierlagern" mussten sie Verhöre durch den sowjetischen Geheimdienst über sich ergehen lassen; oft wurden sie noch Jahrzehnte nach dem Krieg diskriminiert. Etliche mussten als angebliche Kollaborateure in sowjetischen Arbeitslagern Zwangsarbeit leisten.

Biografische Daten

Taissa T., Zwangsarbeiterin aus der Ukraine

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Alexandra Nikolajewna G., Ehemalige "Ostarbeiterin" bei der AEG in Berlin

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Iossif A., Als Jude nach Auschwitz und Buchenwald deportiert

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News

Fortführung des Projekts „Zwangsarbeit 1939 - 1945“

Die Freie Universität Berlin, das Deutsche Historische Museum Berlin und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Projekt „Zwangsarbeit 1939 - 1945“ fort.

15.05.2013

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Mit den Erinnerungen von Zeitzeugen unterwegs zu Orten der Zwangsarbeit in Berlin - das ermöglicht die Smartphone-App der Berliner Geschichtswerkstatt.

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Der Experte für Digital History ist am 28. April 2013 nach langer Krankheit verstorben. Wir erinnern an Peter Haber mit einem im Oktober 2012 geführten Interview.

14.05.2013

 

Stand: 13.09.2012