Zwangsarbeit 1939-1945


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Bestand: Überblick, Teilsammlungen, Materialien

Die Sammlung enthält lebensgeschichtliche Interviews mit 590 KZ-Häftlingen, Kriegsgefangenen und "zivilen" Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern.

Audio-Interview mit Zejfa B., Deutschland
Audio-Interview mit Zejfa B., Deutschland
Privatfotos von Anton K., Slowenien
Privatfotos von Anton K., Slowenien

590 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen ihre Erinnerungen an die NS-Zwangsarbeit in 583 Interviews (davon 7 Paar-Interviews). 32 Projekt-Teams führten in 26 Ländern, vor allem in Mittel- und Osteuropa, Interviews durch. Die meisten Interviews fanden in der Ukraine, Polen und Russland statt.

Neben prominenten Überlebenden wie Jorge Semprún erzählen auch Angehörige "vergessener" Opfergruppen wie Roma oder Zwangsgermanisierte ihre Geschichte. Etwa ein Drittel der Interviewten waren "Sklavenarbeiter" in Konzentrationslagern. Interviewt wurden insgesamt 341 Männer und 249 Frauen. 134 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen waren jüdische Überlebende, 46 Sinti oder Roma. Die Altersspanne reicht von 65 bis 98 Jahren.

Die 190 Video- und 393 Audio-Interviews wurden in der Muttersprache oder heutigen Alltagssprache der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen durchgeführt. Die ausführlichen lebensgeschichtlichen Interviews dauerten durchschnittlich drei bis vier Stunden; meist fanden sie in der Wohnung der Befragten statt. Fast alle Interviews sind transkribiert und durch Kurzbiografien erschlossen; etwa ein Drittel der Interviews (vornehmlich Video-Interviews) sind zudem ins Deutsche übersetzt.

Außer den eigentlichen Audio- und Videobändern enthält die Sammlung Transkripte, Fotos, Dokumente und weitere Begleitmaterialien. Über 4800 Scans von persönlichen Dokumenten sowie historischen und aktuellen Fotografien ergänzen die Aufzeichnungen von insgesamt über 2000 Gesprächsstunden. Fast alle Fotos auf dieser Webseite stammen aus diesem Bestand.

Die Übersetzungs- und Erschließungsarbeiten werden derzeit verstärkt vorangebracht. Nach und nach wird der online verfügbare Bestand ergänzt. Zudem wurden die Suchfunktionen umfassend erweitert. In den Interviews kann, nachdem ihre Erschließung abgeschlossen ist, punktgenau recherchiert werden, d. h. genau die Stelle im Interview kann angesteuert werden, an der über eine spezifische Thematik gesprochen wird. Überschriften strukturieren zudem das Interview. Register ermöglichen die fokussierte Suche nach Orten der Zwangsarbeit, Firmen und Personen. Ferner werden mit dem Release der Archiv-Version 2.0 im Juni 2010 zu den Video- und Audioaufnahmen Transkripte und Übersetzungen synchron eingeblendet.

 

 


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Stand: 22.09.2011