Zwangsarbeit 1939-1945


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Zeugenschaft in NS-Prozessen

Vor 50 Jahren, am 15. Dezember 1961, endete der Jerusalemer Eichmann-Prozess, in dem erstmals Zeugenaussagen von Überlebenden eine wichtige Rolle spielten.

Im folgenden Video spricht der jüdischer Auschwitz-Überlebende und Künstler Yehuda B. über seine Erfahrungen als Zeuge im Eichmann-Prozess und zwei Jahre später im Frankfurter Auschwitz-Prozess.

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Zeugenschaft in NS-Prozessen. Ausschnitte aus dem Video-Interview mit dem ehemaligen jüdischen KZ-Häftling Yehuda B., Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", Dauer 07:07 Minuten, Schnitt: Tobias Kilgus, Alexandra Neumann, Cord Pagenstecher © Freie Universität Berlin 2011

Zeugenschaft in NS-Prozessen

Am 15. Dezember 1961 wurde Adolf Eichmann in Jerusalem zum Tode verurteilt. Der "Judenreferent" des Reichssicherheitshauptamts ließ zwischen 1941 und 1945 Millionen Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportieren. Nach dem Krieg tauchte er in Argentinien unter, wo er 1960 vom israelischen Geheimdienst aufgespürt und für den Prozess nach Israel entführt wurde. In dem Gerichtsverfahren traten Überlebende der nationalsozialistischen Lager als Zeugen auf.

Der weltweit aufmerksam verfolgte Eichmann-Prozess, aber auch der zwei Jahre später folgende Frankfurter Auschwitz-Prozess zeigten die Bedeutung der Aussagen von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung. Erst später interessierte sich auch die Geschichtswissenschaft für die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Die juristische Zeugenschaft in einem Gerichtsprozess unterliegt freilich anderen Bedingungen als die historische Zeitzeugenschaft in einem Interview. Statt der individuellen, oft traumatischen Erinnerungen werden in Strafverfahren wie dem Auschwitz-Prozess juristisch beweiskräftige Aussagen über die Verantwortung einzelner Täter gefordert. Yehuda B., der als Zeuge im Eichmann- und im Auschwitz-Prozess aussagte, berichtet von seinen Erfahrungen dabei.

In der Reihe "Stimmen der Opfer am Ort der Täter" wird an der Topographie des Terrors ein Projektschultag angeboten, der die Zeugenschaft im Ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess zum Gegenstand hat. Die Schüler(innen) arbeiten dabei u. a. mit dem Interview von Yehuda B.

Literatur:

Biografische Daten

Yehuda B., Zeuge, Zeitzeuge und Künstler

za398-160

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