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KZ-Außenlager Hersbruck

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Der Ort des Lagers heute

Ab Sommer 1944 sollten KZ-Häftlinge aus Flossenbürg ein System von Stollen in der Nähe von Happurg in den Berg graben. BMW wollte die Fertigung der Flugzeugmotoren aus dem bombengefährdeten München untertage verlagern. Die Stollenanlage wurde nie fertiggestellt.
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Am Ortsrand von Hersbruck mussten die Gefangenen ein Barackenlager errichten, von dem aus sie täglich den Weg nach Happurg zurücklegten. Die Bedingungen waren katastrophal, etwa jeder Zweite starb an Verletzungen oder Erschöpfung. Vom Lager Hersbruck ist nichts mehr erhalten. Gedenktafeln und Denkmäler in Hersbruck und Happurg sowie in der Umgebung erinnern an das KZ-Außenlager.
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Erstreiten eines Erinnerungsortes

Nach 1945 wurde die ehemalige Kommandantur zur Hauptschule und später zum Finanzamt umgebaut. In den fünfziger Jahren entstanden auf dem einstigen Appellplatz Tennisplätze sowie ein Parkplatz für Besucher von Finanzamt und Freibad.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger gründeten 1999 den Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck. Sie fordern den Aufbau einer Dokumentation, laden zu Zeitzeugengesprächen und anderen Aktivitäten ein. 2007 wurde das Gebäude der ehemaligen SS-Kommandantur abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Finanzzentrum erbaut. Aktuell ist die Gestaltung eines Gedenkortes in Planung.

Literatur

  • Alexander Schmidt, Happurg und Hersbruck, in: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, München 2006, S. 136-140
  • Gerhard Faul, Eckart Dietzfelbinger, Sklavenarbeiter für den Endsieg. KZ Hersbruck und das Rüstungsprojekt Dogger, Hersbruck 2003
  • Vittore Bocchetta, Jene fünf verdammten Jahre. Aus Verona in die Konzentrationslager Flossenbürg und Hersbruck. Lage  2003

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