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Interview mit Prof. Dr. Constantin Goschler
Zum Umgang mit der NS-Zwangsarbeit seit 1945
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Übersicht der Fragen:
- Welche Rolle spielte die NS-Zwangsarbeit in der deutschen Gesellschaft?
- Wie wurden Zwangsarbeiter in der Nachkriegsgesellschaft wahrgenommen?
- Welche Entwicklungen waren notwendig, damit Zwangsarbeiter als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt und entschädigt wurden?
- Weshalb konnte sich der Großteil ehemaliger Zwangsarbeiter mit Entschädigungsforderungen über Jahrzehnte nicht durchsetzen?
- Welche Auswirkungen hatte die Wiedervereinigung?
- Wie kam es zur Gründung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"?
- Wie kam es zur Einigung über die Höhe der zu leistenden Entschädigung?
- Wer wurde entschädigt?
- Welchen Ansatz verfolgte die Stiftung bei den Auszahlungen und wie waren die Reaktionen?
- Wie wurden die Entschädigungszahlungen organisiert?
- Ist die Entschädigung bei den Opfern angekommen?
- Was ist der Zukunftsfond der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"?
Zur Person:

Constantin Goschler wurde 1960 in Göppingen geboren. Nach dem Lehramtsstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Institut für Zeitgeschichte. Nach der Promotion 1992 war er in Berlin als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Humboldt Universität tätig. Aufenthalte als Gastdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter führten ihn u.a. nach Prag, Harvard und Jena, bevor er 2006 den Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum übernahm.
Sein Band „Schuld und Schulden“ gilt als Standardwerk zur Geschichte der „Wiedergutmachung“ in Deutschland nach 1945.
Zum Interview:
Ort: Berlin
Datum: 12.08.2009
Interviewer: Thomas Irmer
Kamera und Schnitt: Branka Pavlovic
Bearbeitung: Thomas Irmer und Doris Tausendfreund
Literaturauswahl:
- zusammen mit Rüdiger Graf: Europäische Zeitgeschichte nach 1945, Berlin 2010.
- zusammen mit Norbert Frei und Jose Brunner (Hrsg.): Die Praxis der Wiedergutmachung. Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel, Göttingen 2009.
- zusammen mit Frank Bösch (Hrsg.): Public History. Darstellungen des Nationalsozialismus jenseits der Geschichtswissenschaft, Frankfurt a.M. 2009.
- Schuld und Schulden. Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte seit 1945, Göttingen 2005 (2. Auflage 2008).
- Rudolf Virchow. Mediziner, Anthropologe, Politiker, Köln 2002 (Habilitation Humboldt-Universität zu Berlin 2001: Naturwissenschaft, Liberalismus und die Kultur des Fortschritts. Eine biographische Studie über Rudolf Virchow), (2. Auflage 2009).
- Wiedergutmachung. Westdeutschland und die Verfolgten des Nationalsozialismus 1945–1954, München 1992 (Dissertation, München 1991).
News
Fortführung des Projekts „Zwangsarbeit 1939 - 1945“
Die Freie Universität Berlin, das Deutsche Historische Museum Berlin und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Projekt „Zwangsarbeit 1939 - 1945“ fort.
Neue Zeitzeugen-App
Mit den Erinnerungen von Zeitzeugen unterwegs zu Orten der Zwangsarbeit in Berlin - das ermöglicht die Smartphone-App der Berliner Geschichtswerkstatt.
In Memoriam Peter Haber
Der Experte für Digital History ist am 28. April 2013 nach langer Krankheit verstorben. Wir erinnern an Peter Haber mit einem im Oktober 2012 geführten Interview.
