Zwangsarbeit 1939-1945


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Experteninterviews

Fachleute aus Wissenschaft und Praxis kommentieren wichtige Fragen zur NS-Zwangsarbeit, zur Entschädigung, zu Erinnerungsmustern und zu lebensgeschichtlichen Interviews.

Mitglieder des Projektteams haben die teilweise mehrstündigen Experteninterviews seit 2009 geführt und zu knapp halbstündigen Filmen zusammengefasst. Die mit jeweils ca. 10 Interviewfragen lassen sich direkt ansteuern. Es stehen Interviews mit den folgenden Expertinnen und Experten zur Verfügung:

Piotr Filipkowski arbeitet am Institut für Philosophie und Soziologie der polnischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2002 ist er Mitglied von KARTA, wo er im Oral History Programm tätig ist. Im Interview spricht er über die Arbeit von KARTA und die Bedeutung von Oral History in Polen. Außerdem thematisiert er die Bedeutung der Zwangsarbeit für die Erinnerungskultur in Polen. Das Interview wurde in englischer Sprache geführt.

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Prof. Constantin Goschler ist Zeithistoriker an der Ruhr-Universität Bochum. Er spricht im Interview über gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen, die zur Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ führten. Die Stiftung organisierte und beaufsichtigte die Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter.

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Dr. Franziska Henningsen ist Psychoanalytikerin in eigener Praxis und Lehranalytikerin am Berliner Psychoanalytischen Institut (Karl-Abraham-Institut). Ihr Forschungsschwerpunkt ist das psychische Trauma. In dem  Interview spricht sie über die Folgen von Traumata und ihren Einfluss auf lebensgeschichtliche Interviews von Überlebenden des Nationalsozialismus.

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Dr. Ulrike Jureit ist Historikerin am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sie hat sich jahrelang mit der Methodik lebensgeschichtlicher Interviews mit KZ-Überlebenden beschäftigt. In dem Interview erläutert sie ihre Konzepte von „Erinnerungsmustern" und "Erfahrungsaufschichtung". Sie spricht über die methodische Analyse von Oral History-Interviews sowie über deren Bewertung in der Wissenschaft.

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Dr. Alexander von Plato ist Historiker und langjähriger Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen war einer der drei Koordinatoren des Projekts "Dokumentation lebensgeschichtlicher Interviews mit ehemaligen Sklaven- und Zwangsarbeitern". Er übernahm die methodische Anleitung zur Interviewführung. Im ersten Interviewteil (Das Projekt "Dokumentation lebensgeschichtlicher Interviews mit ehemaligen Sklaven- und Zwangsarbeitern") spricht er über die Entstehungsgeschichte des Projekts, sowie die Herausforderungen bei dessen Umsetzung.

Zum Interview (Teil 1) »

Im zweiten Interviewteil (Das Oral History Projekt und seine Ergebnisse im internationalen Kontext) erläutert er die internationale Dimension der geführten Interviews und deren Bedeutung für Wissenschaft und Bildung.

Zum Interview (Teil 2) »


Der Jurist Günter Saathoff ist Vorstand der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". In dem Interview spricht er über die Entstehung und die Ziele der Stiftung. Er erläutert die Auszahlungspraxis an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und geht auf die durch den Fonds "Erinnerung und Zukunft" geförderten Bildungsprojekte ein.

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Dr. Christian Schölzel ist  Inhaber des Geschichtsbüros Culture and more und Experte für die deutsch-(süd)osteuropäische Geschichte. Für die dem Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945" zu Grunde liegende Interviewsammlung hat er mit NS-Opfern in Kroatien gesprochen (Teilsammlung "Kroatien - CM München"). Er berichtet über seine Erfahrungen bei der Entstehung der Interviews und über Geschichte und Erinnerung in Ex-Jugoslawien.

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Dr. Natalia Timofeeva leitet das Regionalzentrum für Oral History im südrussischen Woronesch und publiziert über deutsch-sowjetische Beziehungen und Oral History. Für die dem Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945" zu Grunde liegende Interviewsammlung hat sie mit ehemaligen "Ostarbeiterinnen" in Russland gesprochen (Teilsammlung "Russland - Regionalzentrum Woronesch"). Sie berichtet über die "energetische Zusammenarbeit" mit den Zeitzeugen bei der Entstehung der Interviews.

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Gisela Wenzel ist Mitbegründerin der Berliner Geschichtswerkstatt und Expertin für NS-Zwangsarbeit in Berlin und Brandenburg. Für die dem Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945" zu Grunde liegende Interviewsammlung hat sie mit früher in Berlin eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus Lodz (Polen) gesprochen (Teilsammlung "Polen - BGW Berlin"). Sie berichtet über die Bedeutung von Zeitzeugen-Interviews für die Arbeit der Geschichtswerkstätten.

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Begleitend zur Ausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" veranstaltete die Stiftung EVZ und das Jüdische Museum am 4. Oktober 2010 ein Podiumsgespräch über "Zwangsarbeit in Europa - Zwangsarbeit in Berlin" mit den Historikern Dr. Christine Glauning (Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide), Dr. Cord Pagenstecher (Berliner Geschichtswerkstatt e.V. / Freie Universität Berlin) und Dr. Jens-Christian Wagner (Gedenkstätte KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora, Moderation Dr. Manfred Sapper (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde).

Zum Podiumsgespräch »


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News

Vor 70 Jahren: Die "Ostarbeiter-Erlasse"

Erinnerungen einer Ukrainerin an die Auswirkungen der "Ostarbeiter-Erlasse" vom 20. Februar 1942 - Expertengespräch mit einer Interviewerin über ihre Gespräche mit früheren "Ostarbeitern"

18.02.2012

Zweite Auflage Bildungsmaterialien

Die Bildungsmaterialien des Online-Archivs "Zwangsarbeit 1939-1945" sind nun in einer zweiten Auflage erschienen. Video-DVD, Lernsoftware und Lehrerheft sind über die Bundeszentrale für politische Bildung bestellbar.

27.01.2012

Neuer Projektschultag zum Auschwitz-Prozess

In dem neuen Angebot der Reihe „Stimmen der Opfer am Ort der Täter“ forschen Jugendliche an der „Topographie des Terrors“ über Zeugen und Täter im Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-65).

27.01.2012

 

Stand: 17.02.2012