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Hersbruck | Happurg. Großbaustelle für die Kriegswirtschaft. Zwangsarbeit und Massensterben in einem Außenlager des KZ Flossenbürg.

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Stiftung Bayerische Gedenkstätten – 2020

Zum Schutz vor Luftangriffen wollte die NS-Führung 1944 die Rüstungsindustrie unter Tage verlagern und startete im fränkischen Happurg ein großangelegtes Bauprojekt: KZ-Häftlinge mussten ein Stollensystem graben - unter Beteiligung namhafter Firmen wie Hochtief, der Siemens Bauunion und der AEG. Auf 200.000 qm Fläche sollten BMW-Flugzeugmotoren hergestellt werden. Im Juli 1944 errichtete die SS am Rand der nahen Kleinstadt Hersbruck eines der größten Außenlager des KZ Flossenbürg. Bis zur Räumung des Lagers im April 1945 waren hier rund 9.000 Häftlinge gefangen. Fast 4.000 von ihnen haben nicht überlebt. Das Bauprojekt in Happurg wurde nie vollendet. Das Lagergelände in Hersbruck wurde nach Kriegsende pragmatisch weitergenutzt und dann planiert. Erst seit den 1980er Jahren befassten sich engagierte Bürger mit dem lange verschwiegenen Thema. Der im Januar 2016 eröffnete »Dokumentationsort Hersbruck/Happurg« lässt nun Besucher den Ort erkunden - hauptsächlich anhand ausführlicher Häftlingsbiographien. Der Begleitband verbindet Ausstellungselemente mit einordnenden Beiträgen zur Geschichte des Außenlagers sowie zur juristischen und memorialen Aufarbeitung.

Titel
Hersbruck | Happurg. Großbaustelle für die Kriegswirtschaft. Zwangsarbeit und Massensterben in einem Außenlager des KZ Flossenbürg.
Verfasser
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Verlag
Wallstein Verlag
Ort
Göttingen
Datum
2020-12
Kennung
978-3-8353-1885-4
Sprache
ger/deu
Art
Text
Größe oder Länge
300 Seiten