Vor 76 Jahren: Die "Ostarbeiter-Erlasse"

News vom 20.02.2018

Am 20. Februar 1942 erließ Heinrich Himmlers Reichssicherheitshauptamt die "Ostarbeiter-Erlasse". Sie unterwarfen über zwei Millionen aus der Sowjetunion ins Reich verschleppte Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter einem diskriminierenden Sonderrecht.

Auf den Webseiten des Projekts "Zwangsarbeit 1939-1945" finden sich Ausschnitte aus einem Audio-Interview mit der ehemaligen "Ostarbeiterin" Hanna Fedoriwna H.. In der mit zeitgenössischen und aktuellen Fotos und Dokumenten illustrierten Audio-Slideshow berichtet sie von ihrem Alltag mit dem diskriminierenden "OST"-Abzeichen. Diese Visualisierung eines Audio-Interviews gibt einen exemplarischen Eindruck der über 4000 Fotos und Dokumente, die die knapp 400 Audio- und 200-Video-Interviews im Online-Archiv ergänzen.

Die über 100 Interviews mit ehemaligen "Ostarbeiterinnen" und "Ostarbeitern" machen einen Kernbestand des Online-Archivs "Zwangsarbeit 1939-1945" aus. Das Expertengespräch mit Dr. Natalia Timofeeva gibt einen Einblick in die Entstehung dieser Interviews. Die Oral History-Expertin aus dem südrussischen Woronesch hat 2005 - 2006 die Interviews der Teilsammlung "Russland – Regionalzentrum Woronesch" des Online-Archivs geführt. Aktuell bereitet sie gemeinsam mit dem Center für Digitale System der Freien Universität Berlin eine digitale Lernumgebung vor, die die Interviews für russische Schulen didaktisch aufbereitet.

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