Jahr der Premieren: Archiv online, PC-Station im Museum, englische Website
Projekt "Zwangsarbeit 1939-1945" blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2009 zurück.
News vom 31.12.2009
Das Projektteam von "Zwangsarbeit 1939-1945" blickt auf ein Jahr voller geglückter Premieren zurück: Die erste Version der Archiv-Plattform mit den Erinnerungen von fast 600 ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern ging online und sorgte für eine große Resonanz in der internationalen Medienlandschaft. Erfreulich waren auch die unerwartete Nominierung des Internet-Portals für den Grimme-Online-Award in der Kategorie Wissen und Bildung sowie die stetig steigenden Archiv-Nutzerzahlen.
Die erste öffentliche Vorstellung des Projekts verbunden mit dem Going Public der ersten Archiv-Version im Deutschen Historischen Museum im Januar 2009 übertraf durch das große Medienecho die Erwartungen. Internationale Pressevertreter berichteten seitdem über das digitale Archiv für Bildung und Wissenschaft. Zusammen mit dem Online-Archiv wurde auch eine multimediale PC-Station mit exemplarischen Auszügen aus der Interview-Sammlung im Deutschen Historischen Museum eröffnet. Sie ist in die Dauerausstellung integriert und ebenso online verfügbar.
Nach der Grimme-Online-Award-Nominierung im im Mai 2009 ging im November die englische Version der Projekt-Website online, um das Angebot auch im internationalen Bereich leichter zugänglich und bekannter zu machen. Insbesondere Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Schülerinnen und Schüler haben begonnen, mit dem Archiv zu arbeiten. Es wurde in Workshops und Seminaren direkt in der Lehre zunehmend genutzt und auf Konferenzen vorgestellt. Großes Interesse zeigte die Öffentlichkeit an dem Archiv auch bei der "Langen Nacht der Wissenschaften" im Juni 2009 an der Freien Universität.
Das Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin veranstaltete im Sommer eine internationale Sommeruniversität zu dem Thema "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte", an der polnische, russische und deutsche Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit wurde das erste Mal die speziell für die Interviewsammlung entwickelte Erschließungssoftware getestet und erste Interviews wurden inhaltlich erschlossen.
Darüber hinaus wurde die Arbeit an den zusätzlichen Bildungsmaterialen zu dem Archiv vorangetrieben. Es entstanden etwa biographische Kurzfilme, die 2010 als Teil einer Video-DVD und einer Lernsoftware für den Einsatz in der schulischen Bildung zur Verfügung gestellt werden.
