Ereignisse und Themen in der Erinnerung

Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen schildern in den Interviews, wie sie persönlich wichtige historische Ereignisse des 20. Jahrhunderts erlebt haben.

Sie berichten von unterschiedlichen Erfahrungen der Zwangsarbeit und schildern vielfältige Perspektiven auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Hier erinnern exemplarische Ausschnitte aus den lebensgeschichtlichen Interviews im Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945" an wichtige Jahrestage oder beleuchten verschiedene Aspekte der Geschichte der Zwangsarbeit.

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Sinti und Roma: Der Beginn der Verfolgung

Der in Ostpreußen geborene Sinto Reinhard F. überlebte die nationalsozialistischen Lager. Im folgenden Video berichtet er, wie sich Ausgrenzung, Zwangsarbeit und Verfolgung der Sinti und Roma in den 1930er Jahren allmählich verschärften.

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1. September 1939: Der Überfall auf Polen

Drei Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten, wie sie den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 erlebt haben.

Das folgende Video zeigt Ausschnitte aus lebensgeschichtlichen Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen, zwei Männern aus Lodz und einer Frau aus Ostpolen. Für sie war der 1. September 1939, wie für viele polnische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“, der Beginn von Deportation, Verfolgung und Zwangsarbeit.

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8. März 1940: Die Polen-Erlasse

Die am 8. März 1940 eingeführten Polen-Erlasse zielten auf die rassistische Diskriminierung und Ausbeutung der polnischen Zwangsarbeiter.

Im folgenden Hörstück erzählen eine Zeitzeugin und zwei Zeitzeugen, wie sich die Polen-Erlasse auf ihr Leben als polnische Zwangsarbeiter auswirkten. Kazimierz B. arbeitete in der Henschel-Flugzeugfabrik in Berlin, Janina Halina G. bei der AEG in Hennigsdorf, Karol S. in einer Gärtnerei in Oberschlesien.

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22. Juni 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion

Zwei Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge berichten davon, wie sie den 22. Juni 1941 und die Folgen des deutschen Überfalls erlebten.

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion bedeutete für die sowjetischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“ den Beginn von Gewalt, Besatzungsherrschaft und Zwangsarbeit. Viele können sich noch genau an diesen Morgen erinnern.

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20. Februar 1942: Die "Ostarbeiter"-Erlasse

Am 20. Februar 1942 gab Heinrich Himmler die "Ostarbeiter-Erlasse" heraus. Sie unterwarfen über drei Millionen aus der Sowjetunion verschleppte zivilen Arbeitskräfte einem diskriminierenden Sonderrecht. Im folgenden Interview-Ausschnitt (Audio) berichtet eine Zeitzeugin, wie sie bei der Zwangsarbeit in Chemnitz als "Ostarbeiterin" behandelt wurde.

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Polizei und Zwangsarbeit

Die deutsche Polizei spielte eine wichtige Rolle bei der Organisation der Zwangsarbeit. Dies verdeutlicht die aktuelle Ausstellung "Ordnung und Vernichtung" in Ingolstadt, auch mit Hilfe von Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

In dem folgenden Video berichten eine Zeitzeugin und zwei Zeitzeugen, wie sie das Verhalten deutscher Polizisten und Werkschutzmitglieder erlebt haben.

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8. September 1943: Die italienischen Militärinternierten

Am 8. September 1943 schloss Deutschlands ehemaliger Verbündeter Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Darauf hin deportierte die Wehrmacht Hunderttausende italienische Soldaten als "Italienische Militärinternierte" (IMI) zur Arbeit nach Deutschland. Drei Zeitzeugen berichten von ihrer Gefangennahme, dem Transport nach Deutschland und dem Leben im Kriegsgefangenenlager.

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"Sklavenarbeit": War die NS-Zwangsarbeit Sklaverei?

Am 1. Oktober 1946 endete der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess, der die "Sklavenarbeit" als zentrales Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten verurteilte. Im folgenden Video sprechen zwei Zeitzeugen und eine Zeitzeugin über Zwangsarbeit als Sklaverei. Sie verwenden den Begriff "Sklave" in unterschiedlichen Bedeutungen.

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1. August 1944: Warschauer Aufstand und Zwangsarbeit

Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand. Eine Zeitzeugin und ein Zeitzeuge berichten von der polnischen Erhebung und ihren Folgen.

Das folgende Hörstück präsentiert Ausschnitte aus lebensgeschichtlichen Interviews mit zwei Menschen, die 1944 am Warschauer Aufstand beteiligt waren und in der letzten großen Deportationswelle zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden: Alicja K. in ein Konzentrationslager, Zbigniew D. zu einer Fabrik. Ihre Geschichten stehen für Schicksale unzähliger Einwohner der polnischen Hauptstadt.

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27. Januar 1945: Auschwitz - Befreiung und Todesmarsch

27. Januar 1945: Der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ist heute internationaler Holocaust-Gedenktag. Die meisten Häftlinge erlebten die Befreiung auf den Todesmärschen.

In dem folgenden Video berichten eine Zeitzeugin und zwei Zeitzeugen, wie sie die Todesmärsche von Auschwitz nach Westen erlebten und was der 27. Januar als Gedenktag für sie bedeutet.

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Zwangsarbeiter im Bombenkrieg

Die alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte forderten schätzungsweise 300 000 bis 500 000 zivile Opfer. Darunter waren viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die meist keinen Zugang zu Luftschutzkellern hatten. In vielen Interviews zählen die Bombardements zu den schrecklichsten Erinnerungen an die Zwangsarbeit. Im folgenden Themenfilm berichten eine Zeitzeugin und zwei Zeitzeugen, wie sie die Bombenangriffe auf Rzeszów (Polen), Oranienburg, Hamburg und Berlin erlebt haben.

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Gute Deutsche, schlechte Deutsche

Nahezu drei Millionen Frauen, Männer und Kinder aus Polen mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit in Deutschland leisten. Die Begegnungen mit Deutschen prägten entscheidend ihre Erinnerung daran.

Im folgenden Video sprechen eine Zeitzeugin und ein Zeitzeuge über ihre Erfahrungen mit einzelnen Deutschen.

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15. April 1945: Die Befreiung des KZ Bergen-Belsen

Die Befreiung aus den Lagern im Frühjahr 1945 war eine der eindrücklichsten Erfahrungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939-1945“. Die Überlebenden standen vielfach vor dem Nichts. Vor allem deutsche Jüdinnen und Jüdinnen wussten oft nicht, wohin sie gehen sollten.

Im folgenden Video berichtet eine Breslauer Jüdin von ihrer Befreiung aus dem KZ Bergen-Belsen und der schwierigen Situation danach.

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Zeugenschaft in NS-Prozessen

Am 20. Dezember 1963 begann der Frankfurter Auschwitz-Prozess. Im folgenden Video spricht der jüdische Auschwitz-Überlebende und Künstler Yehuda B. über seine Erfahrungen als Zeuge im Eichmann- und zwei Jahre später im Auschwitz-Prozess.

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Die Befreiung: Zwischen Freude und Verzweiflung

Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte Millionen versklavter und todesbedrohter Menschen die Befreiung. Tatsächlich war das aber ein langer Prozess, der vor dem 8. Mai 1945 begann und damit nicht endete. Die gewonnene Freiheit ging nicht selten mit einem schmerzhaften Neuanfang einher.

Im folgenden Themenfilm erzählen drei Zeitzeuginnen, wie unterschiedlich sie die Befreiung erlebten.

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Die Erinnerung der Deutschen und der Zwangsarbeiter

Zwei Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge berichten, wie sie die Erinnerungskultur der Deutschen erleben und wie sie selbst sich an die Zwangsarbeit erinnern.

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Ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bewerten die Entschädigungszahlungen

Zwischen 2001 und 2007 zahlte die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) mithilfe von sieben Partnerorganisationen über 1,6 Millionen Überlebenden der NS-Zwangsarbeit in 89 Ländern rund 4,6 Milliarden Euro aus.

Im folgenden Video erzählen sechs Personen, die Zwangsarbeit leisten mussten, wie sie die Entschädigungszahlungen bewerten.